Ich möchte nicht den Wald oder die Menschen malen,
sondern vielmehr das Geheimnis, das sie umgibt.

Nach langen Experimenten mit vielfältigen Materialien fand ich im Bienenwachs das Medium, mit dem mein eigentlicher malerischer Weg begann. Bienenwachs ist ein lebendiger Stoff, der von Pflanze und Tier ausgeht. Seit mehr als 25 Jahren erforsche ich nun die Eigenschaften von Bienenwachs in meiner Malerei.

Mit Wachs zu arbeiten ist eine besondere Herausforderung. Man muss das wirklich wollen, Gründe dafür haben. Ich will in meiner Arbeit den Abstand zum Unbekannten verringern und ihn gleichzeitig wahren. Diesen Widerspruch vermag das Wachs aufzulösen. Es lenkt das Licht nach innen, lässt durchblicken, ohne bloß zu legen.

Als ich nach Jahren des Suchens meinen Werkstoff entdeckt hatte, war ich in die Lage versetzt, mich endlich mit figurativer Malerei zu befassen. Wie kein anderes Medium zuvor brachte Wachs das Ergebnis, das mir vorschwebt. Es entstanden zunächst drei Werkgruppen: mit einzelnen, mit zwei und mit mehreren Menschen.

Im Jahr 2008 kam ein weiteres großes Thema hinzu. Ich begann meine „Walden“-Reihe. Darin sind Arbeiten versammelt, bei denen es um Bäume und Wälder als Kraftquelle und Orte der Tiefe und Innerlichkeit geht. Es sind erinnerte, gefühlte Waldsituationen, die ich malerisch beschreiben möchte.

Bei allem, was ich in meinen Bildern darstelle, möchte ich eine aus Raum und Zeit gelöste Präsenz spürbar machen.